Magendrehung beim Hund: Symptome erkennen, im Notfall richtig handeln & wie Sie vorbeugen
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Magendrehung ist immer ein Notfall
Ohne Behandlung fast immer tödlich. Bei Verdacht sofort anrufen: 05251/8786101
Bei einer Magendrehung (GDV) verdreht sich der Magen um die eigene Achse. Gase können nicht mehr entweichen, der Bauch bläht sich rasend schnell auf und drückt auf große Blutgefäße — der Kreislauf bricht innerhalb weniger Stunden zusammen.
Vom ersten Symptom bis zum Tod können nur 2–6 Stunden vergehen. Je früher operiert wird, desto besser die Prognose. Fahrzeit zählt: Aus Bad Lippspringe oder Borchen erreichen Sie uns in gut zehn Minuten, aus Delbrück in rund 25 Minuten — bitte immer vorher anrufen, damit wir vorbereitet sind.
Symptome
- Erfolgloses Würgen ohne Erbrechen (Leitsymptom)
- Aufgeblähter, harter Bauch — meist links
- Starke Unruhe, ständiger Positionswechsel
- Vermehrtes Speicheln, Sabbern
- Schnelle, flache Atmung, Hecheln
- Blasse Schleimhäute, schwacher Puls
- Schwäche bis Kollaps
Risikogruppen
- Große Rassen mit tiefem Brustkorb (Deutsche Dogge, Schäferhund, Bernhardiner, Weimaraner)
- Ältere Hunde ab 5 Jahren, Rüden häufiger als Hündinnen
- Genetische Veranlagung in der Familienlinie
- Hektisches, stressanfälliges Wesen
Vorbeugung
- 2–3 kleine Mahlzeiten täglich statt einer großen
- Anti-Schling-Napf bei hastigen Fressern
- 1–2 Stunden Ruhe vor und nach den Mahlzeiten
- Wasser nach Aktivität in kleinen Portionen anbieten
- Bei Risiko-Rassen: prophylaktische Gastropexie mit uns besprechen
Verdacht auf Magendrehung? So gehen Sie vor
Sofort anrufen und ankündigen — jede Minute zählt. Bis zur Ankunft in der Praxis kein Wasser, kein Futter, keine Hausmittel geben. Diagnose und operative Behandlung erfolgen in der Praxis; Alter, Schweregrad und Zustand Ihres Hundes bestimmen den individuellen Therapieplan. Auch eine vorbeugende Beratung für Risiko-Rassen besprechen wir gerne persönlich.
Häufige Fragen
Bei Magendrehung würgt der Hund erfolglos — es kommt nichts oder nur weißer Schaum hoch. Dazu kommen aufgeblähter Bauch, Unruhe und Speicheln. Bei normalem Erbrechen entleert sich der Magen und dem Hund geht es danach besser.
Sehr selten — vor allem große Rassen mit tiefem Brustkorb sind betroffen. Trotzdem sollte jeder Hund mit aufgeblähtem Bauch und erfolglosem Würgen umgehend untersucht werden.
Ja, besonders bei Risiko-Rassen. 1–2 Stunden Ruhe nach dem Fressen — kein Toben, kein Springen. Ein kurzer, ruhiger Gang ist in Ordnung.