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Magendrehung beim Hund: Symptome erkennen, im Notfall richtig handeln & wie Sie vorbeugen

23. Mai 2026 Tierärztin Dorothea Kornat 4 Min. Lesezeit
Magendrehung beim Hund Notfall Symptome Tierarzt Paderborn

Foto: Freepik

Magendrehung ist immer ein Notfall

Ohne Behandlung fast immer tödlich. Bei Verdacht sofort anrufen: 05251/8786101

Bei einer Magendrehung (GDV) verdreht sich der Magen um die eigene Achse. Gase können nicht mehr entweichen, der Bauch bläht sich rasend schnell auf und drückt auf große Blutgefäße — der Kreislauf bricht innerhalb weniger Stunden zusammen.

Vom ersten Symptom bis zum Tod können nur 2–6 Stunden vergehen. Je früher operiert wird, desto besser die Prognose. Fahrzeit zählt: Aus Bad Lippspringe oder Borchen erreichen Sie uns in gut zehn Minuten, aus Delbrück in rund 25 Minuten — bitte immer vorher anrufen, damit wir vorbereitet sind.

Symptome

  • Erfolgloses Würgen ohne Erbrechen (Leitsymptom)
  • Aufgeblähter, harter Bauch — meist links
  • Starke Unruhe, ständiger Positionswechsel
  • Vermehrtes Speicheln, Sabbern
  • Schnelle, flache Atmung, Hecheln
  • Blasse Schleimhäute, schwacher Puls
  • Schwäche bis Kollaps

Risikogruppen

  • Große Rassen mit tiefem Brustkorb (Deutsche Dogge, Schäferhund, Bernhardiner, Weimaraner)
  • Ältere Hunde ab 5 Jahren, Rüden häufiger als Hündinnen
  • Genetische Veranlagung in der Familienlinie
  • Hektisches, stressanfälliges Wesen

Vorbeugung

  • 2–3 kleine Mahlzeiten täglich statt einer großen
  • Anti-Schling-Napf bei hastigen Fressern
  • 1–2 Stunden Ruhe vor und nach den Mahlzeiten
  • Wasser nach Aktivität in kleinen Portionen anbieten
  • Bei Risiko-Rassen: prophylaktische Gastropexie mit uns besprechen

Verdacht auf Magendrehung? So gehen Sie vor

Sofort anrufen und ankündigen — jede Minute zählt. Bis zur Ankunft in der Praxis kein Wasser, kein Futter, keine Hausmittel geben. Diagnose und operative Behandlung erfolgen in der Praxis; Alter, Schweregrad und Zustand Ihres Hundes bestimmen den individuellen Therapieplan. Auch eine vorbeugende Beratung für Risiko-Rassen besprechen wir gerne persönlich.

05251 / 87 86 101 Termin anfragen

Häufige Fragen

Wie unterscheide ich Magendrehung von normalem Erbrechen?

Bei Magendrehung würgt der Hund erfolglos — es kommt nichts oder nur weißer Schaum hoch. Dazu kommen aufgeblähter Bauch, Unruhe und Speicheln. Bei normalem Erbrechen entleert sich der Magen und dem Hund geht es danach besser.

Kann auch ein kleiner Hund eine Magendrehung bekommen?

Sehr selten — vor allem große Rassen mit tiefem Brustkorb sind betroffen. Trotzdem sollte jeder Hund mit aufgeblähtem Bauch und erfolglosem Würgen umgehend untersucht werden.

Sollte ich meinen Hund nach dem Fressen wirklich nicht spielen lassen?

Ja, besonders bei Risiko-Rassen. 1–2 Stunden Ruhe nach dem Fressen — kein Toben, kein Springen. Ein kurzer, ruhiger Gang ist in Ordnung.