Zecken beim Hund: Richtig entfernen & der beste Schutz
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Zeckensaison
Ab etwa 7 °C sind Zecken aktiv – von März bis November, an milden Wintertagen auch außerhalb der Hauptsaison. Jede Zecke kann Krankheiten übertragen.
Zecken übertragen beim Blutsaugen Krankheitserreger. Zu den wichtigsten Zeckenkrankheiten beim Hund zählen Borreliose, Anaplasmose und die häufig sehr schwer verlaufende Babesiose („Hundemalaria"). Nicht jede Zecke ist infiziert – deshalb ist zeitnahe Entfernung entscheidend.
Zecken sitzen auf Gräsern und Büschen (bis etwa 1,5 m Höhe) und lassen sich beim Vorbeilaufen abstreifen – sie fallen nicht von Bäumen. In waldreichen Ausflugsgebieten wie dem Kaiser-Karls-Park in Bad Lippspringe oder dem Egge-Gebirge und Teutoburger Wald bei Bad Driburg ist die Zeckendichte besonders hoch – hier lohnt sich das gründliche Absuchen des Fells doppelt.
Symptome nach einem Zeckenbiss
- Fieber, Abgeschlagenheit
- Wechselnde Lahmheit, geschwollene Gelenke
- Appetitlosigkeit
- Dunkler oder rötlicher Urin
- Blasse Schleimhäute, Erbrechen
- Rötung oder Entzündung an der Bissstelle
Vorbeugung
- Nach jedem Spaziergang Fell absuchen – besonders Ohren, Achseln, Leisten, Zwischenzehen
- Zecken zeitnah und ausschließlich mechanisch entfernen (nie mit Öl, Klebstoff oder Nagellack)
- Zeckenschutz-Präparat konsequent während der Zeckensaison anwenden
- Hohes Gras, Unterholz und Waldränder in der Hauptsaison möglichst meiden
- Bissstelle und Datum notieren und einige Wochen beobachten
Diagnose & Behandlung in unserer Praxis
Wenn die Zecke schlecht sitzt, der Kopf stecken bleibt oder Ihr Hund nach einem Zeckenbiss Symptome zeigt, übernehmen wir die Entfernung und klären mögliche Zeckenkrankheiten ab. Auch beim passenden Schutzkonzept (Spot-on, Tablette, Halsband) beraten wir individuell. Wichtig: Präparate für Hunde niemals bei Katzen anwenden – viele Wirkstoffe sind für Katzen hochgiftig.
Häufige Fragen
So schnell wie möglich. Borreliose-Erreger werden meist erst nach 12–24 Stunden übertragen, andere Erreger können jedoch sofort übergehen.
Nein – Lebensgefahr. Viele Präparate für Hunde enthalten Wirkstoffe, die für Katzen hochgiftig sind. Nur Produkte verwenden, die ausdrücklich für Katzen zugelassen sind.
Das hängt vom Lebensstil Ihres Hundes ab. Das passende Konzept besprechen wir gerne persönlich mit Ihnen – rufen Sie uns unter 05251/8786101 an.
Ihre Tierärztin Dorothea Kornat
Kleintierpraxis Paderborn