Ohrenentzündung beim Hund: Symptome, Ursachen & richtige Behandlung
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Ohrprobleme nicht unterschätzen
Unbehandelte Ohrenentzündungen können chronisch werden und bis zur Taubheit führen. Bei Kratzen oder Kopfschütteln zeitnah abklären lassen: 05251/8786101
Ohrenentzündungen (Otitis) gehören zu den häufigsten Erkrankungen beim Hund. Meist ist der äußere Gehörgang betroffen (Otitis externa) — bei später Behandlung können sich Mittel- und Innenohr entzünden, was schmerzhafter und schwerer zu behandeln ist.
Wichtig: Ohrenentzündungen haben immer eine Ursache. Häufig stecken Allergien, Ohrmilben, Fremdkörper oder anatomische Besonderheiten dahinter.
Symptome
- Häufiges Kopfschütteln und Kratzen am Ohr
- Schiefhaltung des Kopfes zur betroffenen Seite
- Rötung, Schwellung oder Ausfluss im Ohr
- Übler Geruch (bakterielle Entzündung) oder brauner Ausfluss (Hefepilz)
- Berührungsempfindlichkeit am Ohr
- Unruhe, Verhaltensänderungen
Ursachen
- Allergien (häufigste Grundursache — Futter, Pollen, Flohspeichel)
- Ohrmilben (vor allem bei Welpen — dunkler, krümeliger Ausfluss)
- Fremdkörper wie Grannen nach Spaziergängen im Feld
- Wasser im Ohr nach Schwimmen oder Baden
- Bakterien und Hefepilze als Folgeinfektion
- Anatomie: Schlappohren, enge Gehörgänge, viel Fell im Ohr
Rassen mit besonderem Risiko sind unter anderem Cocker Spaniel, Labrador, Golden Retriever, Französische Bulldogge und Pudel.
Gerade nach Ausflügen durch Feld- und Wiesenlandschaften rund um Salzkotten oder Delbrück lohnt sich ein prüfender Blick ins Ohr — Grassamen und Grannen finden ihren Weg oft unbemerkt in den Gehörgang.
Vorbeugung
- Ohren 1× pro Woche kontrollieren — gesund ist rosa und geruchlos
- Nur bei Bedarf reinigen, mit tierärztlich empfohlenem Ohrreiniger
- Nach dem Schwimmen die Ohrmuschel äußerlich trocken tupfen
- Keine Wattestäbchen im Gehörgang verwenden
- Bekannte Allergien konsequent behandeln lassen
Verdacht auf Ohrenentzündung? So gehen Sie vor
Bitte keine Hausmittel oder Wattestäbchen ins Ohr — das empfindliche Gewebe wird leicht geschädigt. Diagnose und Behandlung erfolgen in der Praxis: Ursache, Schweregrad und Zustand Ihres Hundes bestimmen den individuellen Therapieplan. Wir besprechen alle Möglichkeiten in Ruhe mit Ihnen; die Kosten richten sich nach der GOT.
Häufige Fragen
Wiederkehrende Entzündungen haben meist eine Grundursache — oft nicht erkannte Allergien, anatomische Besonderheiten oder eine unvollständig ausgeheilte Vorentzündung. Wir gehen der Ursache gemeinsam mit Ihnen auf den Grund.
Nein. Wasser im Ohr verschlimmert die Entzündung und spült Medikamente heraus. Während der Behandlung Schwimmen und Baden bitte vermeiden.
Bitte niemals Humanmedikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol — diese sind für Hunde giftig. Welche Schmerztherapie geeignet ist, besprechen wir persönlich: 05251/8786101.